Fasten beginnt nicht erst an dem Tag, an dem man nichts mehr isst. Es beginnt viel früher, nämlich in dem Moment, in dem man beschließt, dem eigenen Körper wieder zuzuhören. Viele verbinden Fasten mit Verzicht, doch oft entsteht während dieser Zeit etwas völlig anderes. Eine Ruhe, die man im Alltag selten findet, und ein Gefühl von Klarheit, das man nicht erzwingen kann.
Bevor man startet, hilft es, sich ein wenig bewusst zu machen, wie man in den letzten Tagen gelebt hat. Der Körper merkt sich mehr, als man glaubt. Wenn man ihm eine Pause schenkt, reagiert er oft schneller, als man erwartet.
Fasten ist weniger eine körperliche Herausforderung, sondern ein Prozess, der einen innerlich sortiert. Man wird langsamer und gleichzeitig wacher für das, was man wirklich braucht.
Ein weicher Einstieg hilft, die ersten Stunden angenehmer zu machen. Eine leichte Mahlzeit am Abend davor und ein ruhiger Moment, bevor man schlafen geht, sind ein guter Anfang. Der Körper versteht diese Signale und stellt sich darauf ein. Viele sind überrascht, wie harmonisch der Übergang sein kann, wenn man ihm ein wenig Aufmerksamkeit schenkt.
Das Entscheidende ist die Haltung. Wer Fasten als Druck erlebt, macht es sich unnötig schwer. Wer es als Pause sieht, erlebt plötzlich viel mehr Leichtigkeit. Der Körper arbeitet in dieser Zeit auf seine eigene Art. Man muss nicht eingreifen. Man darf einfach beobachten und sich darauf einlassen.
Vielleicht bemerkst du schon heute, dass du manchmal aus Gewohnheit isst und nicht aus Hunger. Diese kleinen Erkenntnisse sind der Anfang. Fasten beginnt genau hier, in der Ehrlichkeit mit sich selbst, nicht erst dann, wenn man nichts mehr zu sich nimmt.
Ich wünsche dir einen sanften Start und ein gutes Gefühl dafür, was dein Körper dir zeigt. Geh Schritt für Schritt und vertraue darauf, dass diese Zeit dir Klarheit schenken kann.
Dein Ralf



