Meine Fasten Journey – Teil 2

Die ersten Fastentage fühlen sich für jeden Menschen anders an. Manche spüren sofort eine neue Klarheit, andere merken zuerst die Unruhe, die entsteht, wenn der Körper gewohnte Abläufe loslässt. Beides ist normal. Fasten bringt vieles an die Oberfläche, was man im Alltag oft übersieht. Nicht nur körperlich, sondern auch emotional.


Wenn der Körper auf Nahrung verzichtet, wird man sensibler für innere Signale. Man spürt plötzlich, wie viel man sonst im Autopilot erledigt und wie selten man wirklich innehält. Der Kopf wird langsamer und gleichzeitig wacher. Viele entdecken in diesen Tagen eine Stille in sich, die sie lange nicht mehr gespürt haben. Fasten schafft Raum, den man im Alltag leicht überdeckt.

Der Körper arbeitet in dieser Zeit sehr gezielt. Er nutzt die Pause, um Dinge zu reparieren, zu sortieren und zu klären. Viele fühlen sich etwas müde oder leichter gereizt, bevor eine neue Energie auftaucht. Das ist kein Rückschritt, sondern ein Zeichen dafür, dass der Körper beginnt, umzuschalten. Wenn man diesen Prozess nicht bewertet, sondern beobachtet, erlebt man ihn viel entspannter.


Wichtig ist auch, sich nicht von Erwartungen leiten zu lassen. Fasten ist kein Wettkampf und keine Leistung. Es ist ein Prozess, der jeden Menschen anders berührt. Man darf Pausen machen, man darf sich hinlegen, man darf den Tag ruhiger gestalten. Der Körper zeigt ziemlich deutlich, was er braucht, wenn man bereit ist, zuzuhören.


Vielleicht spürst du in diesen Tagen auch kleine Emotionen, die auftauchen. Das ist normal. Fasten holt vieles an die Oberfläche, was man im Alltag wegdrückt. Wenn man das zulässt, ohne sich hineinzuziehen, entsteht ein sehr ehrlicher Moment mit sich selbst. Genau das macht diese Zeit so wertvoll.

Ich wünsche dir, dass du diese Tage mit Geduld und einem offenen Blick für dich selbst erlebst. Fasten zeigt uns oft mehr, als wir erwarten, und genau darin liegt seine Kraft. Geh Schritt für Schritt und vertraue darauf, dass dein Körper weiß, was er tut.


Dein Ralf

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