Die Geheimnisse des guten Schlafs – Teil zwei

Guter Schlaf hat viel mit dem zu tun, was wir tagsüber erleben. Der Körper merkt sich mehr, als wir denken, und abends zeigt er uns oft genau das, was wir übergangen haben. Wenn der Kopf voll ist, schläft der Körper selten tief. Wenn der Tag gehetzt war, bleibt die innere Unruhe länger bestehen. Deshalb lohnt es sich, tagsüber schon kleine Inseln der Ruhe einzubauen, damit der Abend nicht plötzlich alles tragen muss. Ein wichtiger Teil guten Schlafs ist Licht. Viele unterschätzen, wie stark Licht den Körper beeinflusst. Helles Licht am Abend hält wach und macht es schwerer, in eine tiefe Entspannung zu finden. Warmes, gedämpftes Licht signalisiert dagegen, dass der Tag zur Ruhe kommt. Der Körper reagiert oft schon nach wenigen Tagen darauf, wenn man die Beleuchtung abends bewusst anpasst.

Auch Bewegung spielt eine Rolle. Wer sich tagsüber zu wenig bewegt, schläft oft unruhiger. Und wer spät am Abend noch intensive Aktivitäten einplant, kann das Einschlafen verzögern. Der Körper braucht einen Übergang, einen Moment, in dem alles etwas leichter wird, bevor er loslassen kann. Eine kleine Routine kann helfen, den Kopf zu sortieren und Spannung abzubauen.

Auch Gedanken können Schlaf beeinflussen. Wenn man alles mit in die Nacht nimmt, liegt man oft länger wach, als man möchte. Manchmal hilft es, ein paar Zeilen aufzuschreiben und den Tag so zu „entladen“. Man gibt dem Kopf eine Möglichkeit, abzuschließen, bevor man schlafen geht. Es geht nicht um Lösungen, sondern um Klarheit, und die entsteht oft schon, wenn man die Dinge einmal aufschreibt. Vielleicht beobachtest du heute Abend, wie dein Körper auf kleine Veränderungen reagiert. Gute Gewohnheiten müssen nicht perfekt sein, es reicht, wenn du ihnen etwas Raum gibst. Der Körper merkt sich das und antwortet oft überraschend schnell.

Ich wünsche dir einen ruhigen Abend und einen Schlaf, der dich wirklich erholt. Du musst nicht alles verändern. Manchmal reicht ein kleiner Schritt, und genau da beginnt eine neue Qualität.

Dein Ralf

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