Selbstliebe ist so wichtig

Viele Menschen hören den Begriff Selbstliebe und denken an etwas Oberflächliches. An Selbstverliebtheit, Arroganz oder Egoismus. Doch echte Selbstliebe hat mit all dem nichts zu tun. Sie ist die Grundlage für ein gesundes und stabiles Leben und sie entscheidet darüber, wie wir mit uns selbst umgehen und wie wir anderen begegnen.

Wir sehen unsere eigenen Fehler jeden Tag. Unsere Macken, unsere Seiten, die wir nicht mögen, und die Momente, in denen wir uns selbst im Weg stehen. Es ist leicht, sich darauf zu konzentrieren und noch leichter, sich damit klein zu machen. Genau deshalb fällt es vielen Menschen schwer, sich selbst zu lieben. Man glaubt, man müsste erst besser, stärker, schöner oder wertvoller werden. Doch Selbstliebe bedeutet nicht, sich trotz seiner Schwächen zu lieben, sondern gerade wegen ihnen.

Echte Selbstliebe wird oft mit Selbstüberschätzung verwechselt. Dabei sind das zwei völlig verschiedene Dinge. Menschen, die wirklich selbstverliebt sind, brauchen ständig Bestätigung und reagieren empfindlich auf Kritik. Selbstliebe dagegen hat nichts mit Aufblähen zu tun. Sie macht nicht laut, sondern ruhig. Sie bringt Klarheit. Und sie sorgt dafür, dass man sich selbst vertraut, ohne sich beweisen zu müssen.
Wer sich selbst nicht mag, hat oft Schwierigkeiten mit anderen. Beziehungen, Arbeit, Freundschaften – all das wird komplizierter, wenn man innerlich gegen sich selbst arbeitet. Man verbiegt sich leichter, sagt öfter ja, obwohl man nein meint, und macht sich abhängig von der Anerkennung anderer. Das passiert, wenn man den eigenen Wert nicht richtig sieht.

Sich selbst vollständig zu akzeptieren ist für viele schwer, weil ständiger Vergleich zum Alltag gehört. Man misst sich an Menschen, die andere Voraussetzungen, andere Geschichten und andere Lebenswege haben. Wenn man immer wieder dieses innere Fazit zieht, „nicht gut genug“ zu sein, wird Selbstliebe unmöglich. Doch genau hier beginnt der wichtigste Schritt: sich nicht nur mit den schönen Seiten zu akzeptieren, sondern auch mit den Teilen, die man gerne verstecken würde.
Selbstliebe ist eine Fähigkeit, die jedes Kind lernen sollte. Sie ist ein Schutz, eine Basis und eine innere Stärke, die das ganze Leben verändert. In der Praxis bedeutet Selbstliebe auch, auf den eigenen Körper zu achten. Genug Schlaf, Bewegung, gute Ernährung und ein liebevoller Umgang mit sich selbst. Nicht, weil man muss. Sondern weil man es wert ist.

Es ist gut, ehrlich zu sich zu sein, und es ist wichtig, mögliche Fehler zu erkennen. Aber übermäßige Selbstkritik richtet mehr Schaden an als Nutzen. Dankbarkeit und ein liebevoller Blick auf das, was man schon geschafft hat, sind oft der Anfang. Je mehr man sich selbst achtet, desto weniger ist man abhängig von den Meinungen anderer. Und desto klarer erkennt man seinen eigenen Weg.
Vielleicht nimmst du dir heute einen Moment Zeit und erinnerst dich daran, dass Selbstliebe kein Luxus ist. Sie ist ein Fundament. Und sie verändert mehr, als man denkt.

Wenn du auf dich achtest, wenn du deine Eigenheiten annimmst und deinen Wert erkennst, fällt vieles leichter. Du bist es wert, liebevoll mit dir umzugehen.


Dein Ralf

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